Fahrräder fit für die Saison

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Unter der Leitung von Prof. Julian Penz MEd wurde im Rahmen des Unterrichtsfaches Nachhaltigkeitsmanagement ein praxisnahes und zugleich bewusstseinsbildendes Projekt mit der 2. HLW-Klasse realisiert. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler beim „Auswintern“ ihrer Fahrräder zu unterstützen und dabei sowohl technische als auch organisatorische Kompetenzen zu fördern.

Projektinhalte und Umsetzung

Die inhaltliche Vorbereitung erfolgte auf Basis von Lehrmaterialien des VCÖ (Verkehrsclub Österreich). Zentrale Themen waren der technische Aufbau eines Fahrrads, Wartungshinweise sowie sicherheitsrelevante Aspekte im Straßenverkehr. Im Unterricht wurden zunächst theoretische Grundlagen vermittelt und anschließend anhand eines Lehrerfahrrads praktisch erprobt, wie man ein Fahrrad fahrtüchtig macht.

Der Projekttag selbst wurde am 28. April veranstaltet. Schülerinnen und Schüler anderer Klassen wurden eingeladen, ihre Fahrräder zum kostenlosen Frühjahrscheck zu bringen. Die 2. HLW übernahm im Vorfeld die komplette Organisation: Terminplanung, Materialbeschaffung, Teamkoordination sowie die hausinterne Abstimmung mit Fachvorständin Lehman, um auch eine kleine Versorgungsstation mit Snacks und Getränken anzubieten. Als Sponsor für notwendige Schmiermittel konnte die Firma Ballistol gewonnen werden.

Pädagogisch-didaktische Dimension

Das Projekt wurde handlungsorientiert gestaltet. Es förderte selbstorganisiertes Lernen, Teamarbeit und Projektmanagementkompetenzen. Die Lernenden übernahmen Verantwortung für Planung und Durchführung, wodurch ihre Eigeninitiative und Problemlösefähigkeit gestärkt wurden. Gleichzeitig wurde durch den Realitätsbezug ein hoher Motivationsgrad erreicht – Lernen durch Tun stand im Mittelpunkt.

Durch die praktische Anwendung technischer Fertigkeiten sowie die aktive Kommunikation mit den Fahrradbesitzer/innen wurden auch soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Kundenorientierung und Empathie gefördert.

Nachhaltigkeitsaspekte

Im Zentrum des Projekts stand die Förderung nachhaltiger Mobilität. Durch die Instandsetzung vorhandener Fahrräder wurden Ressourcen geschont und der Gedanke der Wiederverwendung gestärkt – zentrale Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Die Schülerinnen und Schüler erlebten hautnah, wie jede/r Einzelne durch kleine Beiträge – wie das Reaktivieren eines Fahrrads – einen positiven Einfluss auf das Klima und die Umwelt leisten kann.

Gleichzeitig wurden Besucherinnen und Besucher über Vorteile des Radfahrens – z. B. Emissionsfreiheit, Gesundheit, Kosteneffizienz – informiert. Das Projekt diente somit nicht nur als praktische Hilfeleistung, sondern auch als Multiplikator für nachhaltige Werte und Verhaltensweisen.

Fazit

„Fahrräder fit für die Saison“ war ein gelungenes Beispiel dafür, wie schulisches Lernen mit gesellschaftlicher Relevanz und ökologischem Bewusstsein verbunden werden kann. Die aktive Mitgestaltung durch die Schülerinnen und Schüler machte das Projekt zu einem motivierenden und nachhaltigen Lernerlebnis mit Vorbildwirkung – für Schule, Umwelt und Gemeinschaft.