„ECOS goes COOL“

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Vier Lehrkräfte der ECOS-HLW Bad Ischl haben kürzlich ihre Ausbildung zu COOL-Trainer:innen abgeschlossen und stehen somit beispielhaft für das zeitgemäße Unterrichten an dieser Schule. Peter Aschauer, Heidi Egger, Sophie Jaros und Reinhard Kriwanek bilden seit zwei Jahren das Kernteam der COOL-Initiative und sind gewissermaßen die „Zugpferde“ des kooperativen offenen Lernens.

Dienstagvormittag an der ECOS-HLW Bad Ischl: Die Schülerinnen und Schüler der ersten Jahrgänge gehen ihren – oft  fächerübergreifenden – Arbeitsaufträgen nach. Sie bilden kleine Gruppen, besetzen die neu geschaffenen Arbeitsinseln, recherchieren, forschen und arbeiten zusammen, halten Ergebnisse fest, teilen sie mit anderen und reflektieren das eigene Arbeiten. Diese höchst lebendig wirkende Form des Lernens ist Ausdruck einer modernen Konzeption von Unterricht, die den Namen COOL trägt und kooperatives offenes Lernen meint.

Neben den genannten vier "zertifizierten" Lehrkräften tragen etliche weitere ihrer Kolleginnen und Kollegen die Initiative mit und etablieren somit den „frischen pädagogischen Wind“.  Schülerinnen und Schüler der derzeitigen 1. Jahrgänge schätzen COOL nicht zuletzt deshalb, weil der kooperative Lernprozess auch räumliche Besonderheiten voraussetzt. Es wurde daher am Raumkonzept der Schule gefeilt, diverse kleine Lerninseln sind entstanden.

Ein Beispiel dafür ist jene gemütliche Koje, die mit Hilfe der großzügigen Unterstützung der „Salzwelten“ angeschafft werden konnte. Aber auch die Schulbibliothek, der Erasmus-Raum und etliche weitere Co-Working-Spaces tragen dazu bei, dass die neue Form des Lernens im dazu passenden Ambiente stattfinden kann.

Worum geht’s bei COOL?

Maßgebliche Studien zum Thema Bildung beweisen, dass Lernformen mit hoher Schüleraktivierung, klaren Lernzielen, kontinuierlichem Feedback und Selbstreflexion besonders wirksam sind. Diese Erfolgsfaktoren finden sich in der COOL-Methode wieder, was die ECOS-HLW Bad Ischl darin bestärkt, die Einrichtung der COOL-Vormittage nicht nur beizubehalten, sondern noch auszuweiten. Im nächsten Schuljahr werden somit zwei ganze Schulstufen in das neue Konzept eingebunden.

Der Kern dieses methodischen Ansatzes besteht in der konsequenten Förderung des selbstständigen Lernens. Schülerinnen und Schüler erhalten Arbeitsaufträge, übernehmen Verantwortung für ihren Lernprozess, lernen es, sich eigene Ziele zu setzen, ihre Arbeitsschritte zu planen und regelmäßig ihre Fortschritte zu reflektieren. Damit entwickeln sie zentrale überfachliche Kompetenzen wie Selbstorganisation, Durchhaltevermögen und nicht zuletzt erfahren sie Selbstwirksamkeit. Somit erleben sie Kompetenz in dem Sinn, dass sie gestellten Anforderungen gewachsen sind, genießen das Gefühl, Einfluss auf Prozesse zu haben und diese mitbestimmen zu können, und sie machen die Erfahrung der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die erfolgreich schulische Herausforderungen meistert.  

Rainer Posch, Leiter der ECOS-HLW Bad Ischl, hält die mit der COOL-Methode vermittelten Elemente Kompetenzerleben, Selbstbestimmung und soziale Eingebundenheit für wichtige Schlüssel zum schulischen Wohlbefinden und in der Folge zum erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Denn es sei die zentrale Aufgabe einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, „ihre“ Schülerinnen und Schüler gezielt beim Erwerb jener Kompetenzen zu unterstützen, die sie für ihre weitere Bildungs- und Berufsbiografie benötigen. „Die COOL-Methode – das kooperative offene Lernen – stellt in diesem Zusammenhang einen besonders wirksamen Ansatz dar“, zeigt sich Direktor Posch überzeugt.