Das Schulprogramm 2018 - 2020

Verfasst wurde das aktuelle Schulprogramm von Mag. Reinhard Kriwanek, dem Schulqualitätsprozessmanager (SQPM) der HLW Bad Ischl, und Direktor Mag. Rainer Posch in Zusammenarbeit mit allen Lehrkräften, den Schülerinnen und Schülern der HLW Bad Ischl und unter Berücksichtigung von Anregungen von Seiten der Eltern und Erziehungsberechtigten.

Einige Schwerpunktthemen, die im Schulprogramm berücksichtigt sind:

Bauliche Maßnahmen/Raumkonzept

Die im Schuljahr 2016/2017 weitgehend abgeschlossene Sanierung des Margarethenhofs inklusive der völligen Neugestaltung der Lehrgastronomie schuf neue Rahmenbedingungen, die der Umsetzung eines neuen Raumkonzeptes entgegen kam. Möglich wurde dadurch z.B. die Schaffung neuer attraktiver Klassenräume im Hauptgebäude, die Einrichtung eines zentralen, IT-mäßig upgedateten Lehrerzimmers inklusive zweier Kommunikationsbereiche, die Bereitstellung neuer Ausweichräume, Gruppenteilungsräume, Schülerräume sowie Sprech- und Beratungszimmer. Eine weitere Errungenschaft ist die räumliche Konzentration von Clusterbereichen (EW und Gesundheit/Biologie/Pflege im Margarethenhof, Kreativbereich im Keller Hauptgebäude). Auch der Schulleitungs- bzw. Verwaltungsbereich konnte durch die Umsiedlung des Büros der Fachvorständin in unmittelbare Nähe von Sekretariat und Direktion konzentriert werden.

Die lange Zeit unbefriedigende Situation bei der räumlichen Organisation der Klassen konnte durch ein nun mehrfach erprobtes und mittlerweile gut akzeptiertes Konzept wesentlich verbessert werden, sodass alle Schüler/innen im Lauf ihrer Ausbildung durch alle Gebäudeteile (mit all deren Stärken und Schwächen) „wandern“ und somit in diesem Bereich möglichst faire Bedingungen für alle Ausbildungsteilnehmer/innen herrschen.

Darüber hinaus besteht im Bereich der räumlich gegebenen Möglichkeiten nach wie vor ungenutztes Potenzial. Dies betrifft z.B. die Attraktivierung der Halle, der Gänge und Vorhallen sowie der Freiflächen. Mehr dazu im Schulprogramm 2018 - 2020.

Schultypen/Ausbildungsangebot

Die Neugestaltung des EW-Bereiches und der Lehrgastronomie, die auch entsprechend medial in den Fokus gebracht wurde, war in den Augen der jugendlichen Menschen offensichtlich nicht wirklich ein attraktives Motiv, vermehrt die klassische HLW (Gesundheitsmanagement) als Ausbildung zu wählen. Mehrere ungünstige Parameter bringen diese Schulform am Standort zahlenmäßig zunehmend in Bedrängnis (Bevölkerungsentwicklung und Angebotssituation, zu viele branchengleiche regionale Anbieter verbunden mit einer massiven Branchenkrise in der Gastronomie). Diese Entwicklung ist Anlass, für 2019/2020 den Start eines neuen Vertiefungsbereiches vorzubereiten, der bereits mit Beginn 2018/2019 unter einer eigenen „Marke“ beworben werden soll. Die neue Vertiefung soll sich inhaltlich/thematisch deutlich von anderen Angeboten in der Region unterscheiden.

Sehr erfreulich am Standort ist die offensichtlich gelungene Attraktivierung der Fachschule für Sozialberufe – nicht nur die Schülerzahlenentwicklung in dieser Schulform gibt Anlass zum Optimismus, sondern auch viele positive Rückmeldungen der Schüler/innen sowie die bereichernde Kooperation mit mehreren Partnern (GESPAG, SOB Josee und SOB Salzburg, Life Radio OÖ). Ein wichtiger Meilenstein für die Attraktivierung ist gewiss auch die Pilotierung des Aufbaulehrganges für die Fachrichtung Sozialmanagement, mit der im Schuljahr 2018/2019 begonnen werden kann und der mit der engagierten Unterstützung durch LSI Dr. Binder, MR Mag. Orth und MR Mag. Schönauer-Janeschitz formal als Schulversuch ermöglicht wurde.

Selbstverständlich warten auch im Bereich der Fachschule in der folgenden Schulentwicklungsperiode weitere Herausforderungen wie z.B. die Aufbereitung pädagogisch/didaktisch gangbare Wege für die spezielle Situation in Fachschulen inklusive der Umsetzung sprachbewussten Unterrichtens, oder auch Optimierungsmaßnahmen bei Abschlussarbeit und Fachpraktikum. Mit Blick auf den neu ermöglichten Aufbaulehrgang wird zudem ein sensiblerer Umgang mit dem Thema „Mathematik“ gegenüber Interessent/inn/en bedeutsam sein. Einige Erfahrungen aus Informationsgesprächen deuten darauf hin, dass der Respekt vor der „Unbewältigbarkeit“ der Hürde Mathematik durchaus ein Grund ist, es „lieber doch nicht mit einem Aufbaulehrgang zu versuchen“. Das mediale Echo auf die sRDP 2018 hat dieses Image eher noch verstärkt.

Abschließende Prüfungen

Die neuen Formate scheinen nun bei Lehrkräften und Schüler/inn/en im Wesentlichen „angekommen“, die sRDP aus Deutsch, der Bereich „Wirtschaft“ sowie die mündlichen Formate „laufen“, auch das Befüllen der Themenpools, Probleme gibt es in Englisch im Bereich „Hörverständnis“, die Aufgaben erscheinen als unverhältnismäßig schwer, dazu gibt es eindeutige Rückmeldungen der Fachkolleg/inn/en, die Fachgruppe bemüht sich, dies in Richtung BundesARGE bzw. bmbwf zu kommunizieren.

Sehr differenziert werden offensichtlich Diplom- bzw. Abschlussarbeit erlebt. Der Bogen reicht von sehr guten, teilweise auch öffentlichkeitswirksamen Arbeiten bis hin zu nur knapp positiv bewerteten bzw. nur mit intensiver Unterstützung von Betreuenden positiv zu Ende gebrachten Werken. Teilweise fehlen Schüler/inne/n im 4. Jg. die erforderlichen Kompetenzen (z.B. oftmals in der schriftlichen Ausdrucksweise). Ein Konzept zur besseren Unterstützung von Schüler/inne/n in diesem Bereich – schon von der 1. Klasse an - ist daher in Erarbeitung. Die Abschlussarbeiten in der Fachschule sind ein besonderer Brennpunkt, intensive Betreuung ist hierbei ohnehin bereits Standard, dennoch sind weitere Optimierungsmaßnahmen geplant, um etwas mehr zeitlichen Raum zu schaffen.

Auch andere wichtige Initiativen wie Sprachsensibilität, vernetztes Denken im Sinne der neuen Lehrpläne, Fertigstellung der Formulierung von Mindestanforderungen für „Genügend“ haben bei der Fülle an Agenden noch nicht die Intensität der Auseinandersetzung wie eigentlich nötig erreichen können – diese zu erfüllen, ist das Ziel des aktuellen Schulprogramms.

Lernen aus Evaluation: Screening 2018

Insgesamt fällt „zwischen den Zeilen“, aber auch beim qibb-Screening 2018 auf, dass sich das Bemühen um ein positives Schulklima und um ein konstruktives Miteinander im Schulleben bezahlt macht. In diesem Bereich finden sich durchwegs sehr gute Bewertungen, unterstützt durch zahlreiche Freitextantworten, die dies zusätzlich unterstreichen. Die Stimmung wird zum großen Teil als angenehm und motivationsfördernd erlebt, Lehrkräfte werden als kompetent und engagiert erlebt.

Verbesserungsbedarf besteht offensichtlich nach wie vor im Bereich der individuellen Förderung, wodurch diesem Aspekt im Rahmen der EUPs besonderes Augenmerk geschuldet ist, wie im vorangegangenen Punkt verdeutlicht wird.

Kommunikation nach außen – Marketing(team)

Im Bereich des Marketings generell wurde im Schuljahr 2017/2018 ein neues Messedesign versucht, mit dem mehrere Komponenten „mobiler“ Auftritte optimaler zusammengeführt werden sollten (einfache Transportierbarkeit und Handhabbarkeit, bessere Visualisierung des Standorts, Integration des neuen Angebotes „Aufbaulehrgang“). Ein Marketing-Team ist laufend aktiv, um weitere Verbesserungen zu überlegen und umzusetzen. 

Mehr zu all diesen Anliegen lesen Sie im aktuellen Schulprogramm der HLW Bad Ischl (Download Schulprogramm 2018 - 2020).