Berufsreifeprüfung

Nähere Informationen zum Thema Berufsreifeprüfung entnehmen Sie folgender Website: http://erwachsenenbildung.at/bildungsinfo/zweiter_bildungsweg/berufsreifepruefung.php

Die Berufsreifeprüfung ermöglicht einen uneingeschränkten Zugang zum Besuch von Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Akademien und Kollegs.

Voraussetzung dafür ist grundsätzlich die Absolvierung einer beruflichen Erstausbildung (z.B. Lehrabschluss, Meisterprüfung, Abschluss einer berufsbildenden mittleren Schule, Diplom der Gesundheits- und Krankenpflege,...). Bevor Prüfungen absolviert werden können, ist ein Zulassungsansuchen an einer öffentlichen höheren Schule einzubringen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit der "Zulassung mit Auflage", was bedeutet, dass man Teilprüfungen der Berufsreifeprüfung bereits ablegen kann, bevor die berufliche Erstausbildung abgeschlossen wurde. Spätestens bei der letzten Teilprüfung muss in diesem Fall die Zugangsvoraussetzung nachgewiesen werden. 

Die erfolgreich absolvierte Berufsreifeprüfung bietet die Chance auf die Einstufung in den gehobenen Dienst im Bundesdienst und ermöglicht einen uneingeschränkten Hochschulzugang. Ein Studienwechsel ist jederzeit möglich.

Die Berufsreifeprüfung besteht aus vier Teilprüfungen (Deutsch, Mathematik, Lebende Fremdsprache, Fachbereich). Die Prüfung im Fachbereich bezieht sich immer auf die berufliche Erstausbildung.

Die Prüfungsvorbereitung kann im Selbststudium, im Fernstudium oder im Rahmen von Vorbereitungslehrgängen (Erwachsenenbildungsinstitutionen, Schulen für Berufstätige, Schulen im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit) erfolgen. Werden Vorbereitungslehrgänge an anerkannten Einrichtungen der Erwachsenenbildung besucht, so können bis zu drei Prüfungen dort abgelegt werden. Eine Prüfung muss jedenfalls an einer öffentlichen höheren Schule abgelegt werden.

Seit 2011 sind die Teilprüfungen zur Berufsreifeprüfung in Deutsch, Englisch und Mathematik kompetenzorientiert durchzuführen. Ab April 2017 gilt auch im Bereich der Berufsreifeprüfung die standardisierte Reife- und Diplomprüfung. Die Prüfungstermine und die Termine für die verbindliche Anmeldung erfahren Sie hier.

Anforderungen Englisch

Anforderungen Englisch (Niveau B2 )

Die Ablegung der Teilprüfung erfolgt wahlweise schriftlich oder mündlich.

 

1. Schriftliche Prüfung 

Dauer: 5 Stunden

Aufgabenstellungen: Listening Comprehension: (multiple choice, matching,…) Reading Comprehension: (multiple choice, matching,…)

Writing:

•  Erstellen verschiedener Textsorten (article, report, leaflet, e-mail,…) zu einer Vielzahl von Themen, denen die Kandidaten im privaten, beruflichen, gesellschaftlichen und im zur Ausbildung gehörenden Bereich begegnen können

•  Korrespondenz aus Wirtschaft und Tourismus: Beschwerden, Anregungen und Vorschläge, Bewerbung

 Erlaubte Hilfsmittel: Wörterbücher D-E, E-D (nur für writing)


2. Mündliche Prüfung

Dauer: ca. 15 Minuten (Vorbereitungszeit: 20-30 Minuten)

Der Kandidat/die Kandidatin zieht zwei Themenbereiche und wählt einen davon aus. Der Prüfer/die Prüferin legt dann dazu eine Aufgabenstellung vor.

Die Aufgabe besteht aus einem monologischen und einem dialogischen Teil und steht immer in einem situativen Rahmen (klar definierte Rolle).

Der jeweilige Input enthält einen Originaltext (Niveau B2)und eventuell weitere Informationen wie eine Statistik, einen Bildimpuls, ein Hörbeispiel,...Es gilt, diesen zusammenzufassen, darüber zu reflektieren, ein praktisches Beispiel dafür vorzubringen und Stellung zu beziehen. Schließlich geht es um die Kompetenz, ein Gespräch über ein aktuelles, politisches, wirtschaftliches, touristisches oder landeskundliches Thema aufrechterhalten zu können.

Erlaubte Hilfsmittel: Wörterbücher D-E, E-D (werden von der Schule bereitgestellt) 

 

4. Prüfungsstoff = Lehrplan der höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe

Themenkreise :

1.   Health and Well-Being

2.   Media and Communication

3.   Work and Career

4.   Travel and Tourism

5.   Consumers’ World

6.   Environment

7.   Human Rights and Social Issues

Nähere Informationen finden Sie im Leitfaden für die Berufsreifeprüfung in Englisch unter www.erwachsenenbildung.at. Details über die einzelnen Themenkreise erfahren Sie von Ihrem Prüfer/Ihrer Prüferin.

 

3. Literaturempfehlung

Pressetexte: Spotlight; Current; International Herold Tribune; Newsweek; Time; The Economist

 

Aus dem Internet:

www.srdp.at

www.onestopenglish.com

http://www.onestopenglishwww.businessenglishonline.net


www.insideout.net (e-lessons)


www.skyline-english.com


www.cambridgeenglish.org (learning english/free activities

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Anforderungen Mathematik

Die Berufsreifeprüfung wird nach folgenden Standards erstellt:

Logik und Mengenlehre:

Er/Sie kann Grundbegriffe erklären und die Schreibweise in anderen Kapiteln (z.B. Gleichungen – Grundmenge, Definitionsmenge,…) anwend (keine eigenen Anwendungsbeispiele). 

Potenzen:

Er/Sie kennt die Rechengesetze für Potenzen (ganzzahlige und rationale Exponenten) und kann diese in Beispielen anwenden.

Funktionen:

a) Er/Sie kann verschiedene Schreibweisen und Darstellungsmöglichkeiten von Funktionen angeben.

b) Er/Sie kann den Unterschied zwischen Funktion und Relation erläutern. 

c) Er/Sie kann lineare Funktionen graphisch und rechnerisch darstellen und praktische Anwendungsbeispiele lösen.

d) Er/Sie kann Exponentialfunktionen und logarithmische Funktionen graphisch darstellen und kennt deren Grundbegriffe und Eigenschaften.

e) Er/Sie kann trigonometrische Funktionen graphisch darstellen und die Grunddefinitionen angeben. Er/Sie kann im Bogenmaß und im Gradmaß rechnen.

f) Er/Sie kann rechtwinkelige Dreiecke, allgemeine Dreiecke und Vielecke mit Hilfe der trigonometrischen Funktionen auflösen.

g) Er/Sie kann Vermessungsaufgaben in der Ebene (horizontale, vertikale und schiefe Ebene) und im Raum lösen.

Gleichungen und Ungleichungen:

a) Er/Sie kann Gleichungen und Ungleichungen bis zum 2. Grad händisch (mit Hilfe eines einfachen Taschenrechners) lösen.

b) Er/Sie kann Gleichungen 3. und 4. Grades lösen. (mit TR!)

c) Er/Sie kann Wurzelgleichungen und Exponentialgleichungen lösen

d) Er/Sie kann Exponentialgleichungen in Textaufgaben anwenden (z.B. Wachstums- und Zerfallsprozesse einschließlich logistischer Prozesse).

e) Er/Sie kann Texte in Gleichungen bzw. Ungleichungen umsetzen.

Lineare Gleichungssysteme:

Er/Sie kann lineare Gleichungssysteme sowohl händisch (bis zu zwei Gleichungen in 2 Variablen) als auch mit dem Taschenrechner (z.B. TI 82) lösen.´

Planimetrie:

Er/Sie kennt die Eigenschaften von ebenen Figuren und kann sie in Berechnungen anwenden.

Stereometrie:

Er/Sie kennt die Eigenschaften von Körpern und kann sie in Berechnungen anwenden.

Komplexe Zahlen:

Er/Sie kann quadratische Gleichungen in der Menge der komplexen Zahlen löse

Folgen und Reihen:

Er/Sie kennt die Grundbegriffe für die Finanzmathematik und kann diese anwenden. 

Finanzmathematik:

a) Er/Sie kann die dekursive Verzinsung von Kapitalien (auch mit unterjährigen Verzinsung) berechnen.

b) Er/Sie kann Rentenbeispiele (vorschüssige und nachschüssige Renten, ganzjährige und unterjährige Renten) lösen: Berechnung des Endwertes, des Barwertes, der Ratenhöhe der Anzahl der Raten und des Rentenrestes.

Differenzialrechnung:

a) Er/Sie kann die Differenziationsregel (Potenzregel, Summenregel, Produktregel, Quotientenregel, Kettenregel) anwenden.

b) Er/Sie kann trigonometrische Funktionen, Exponential- und Logarithmusfunktionen differenzieren.

c) Er/Sie kann Kurvendiskussionen von Polynomfunktionen durchführen (Nullstellen, Extremwerte, Wendepunkte, Tangentengleichung in beliebigen Punkten) und graphisch darstellen.

d) Er/Sie kann Umkehraufgaben lösen (Aufsuchen von Polynomfunktionen).

e) Er/Sie kann Extremwertaufgaben in der Ebene und im Raum lösen. Der Minimums- bzw. Maximumsnachweis ist zu erbringen.

Auch Anwendungsbeispiele aus dem praktischen Bereich können gestellt werden.

Kosten und Preistheorie:

a) Er/Sie kann Kostenfunktion, Nachfragefunktion, Gewinn – und Erlösfunktion aufstellen und graphisch darstellen.

b) Er/Sie kann verschiedene Fragestellungen bearbeiten, wie z.B. Betriebsoptimum, Betriebsminimum, Kostenkehre, Gewinnschwelle, Maximalpreis, Sättigungsmenge rechnerisch ermitteln (jedoch keine Deckelung, Preiselastizität, kein Cournotscher Punkt)

Lineare Optimierung:

Er/Sie kann Anwendungsbeispiele mit zwei Variablen graphisch und rechnerisch lösen. (Nur mit eindeutigen Lösungen)

Integralrechnung:

a) Er/Sie kann bestimmte und unbestimmte Integrale lösen

b) Er/Sie kann Logarithmus-, Exponential- und Winkelfunktionen integrieren.

c) Er/Sie kann mittels Integralrechnung Flächen (Fläche zwischen Kurve und x-Achse, Fläche zwischen zwei Funktionsgraphen berechnen.

d) Er/Sie kann mittels Integralrechnung Volumina von Rotationskörper (Rotation um die x-Achse, Rotation um die y-Achse) berechnen.

Wahrscheinlichkeit und Statistik:

a) Er/Sie kennt die Grundbegriffe der Statistik (Kennzahlen, Merkmale).

b) Er/Sie kann Häufigkeiten, verschiedene Mittelwerte, Varianz und Standardabweichung berechnen.

c) Er/Sie kann zwischen Permutationen und Kombinationen unterscheiden und diese in Beispielen anwenden.

d) Er/Sie kann die Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitsrechnung erläutern

(Zufallsexperiment, Elementarereignis, Ereignisraum, Ereignis)

e) Er/Sie kann Beispiele mit Hilfe der Laplace - Wahrscheinlichkeit lösen

f)  Er/Sie kann Additionssatz und Multiplikationssatz in Beispielen anwenden.

g) Er/Sie kann bedingte Wahrscheinlichkeiten mit dem Satz von Bayes berechnen.

h) Er/Sie kennt Zufallsvariable und ihre Verteilungen und kann Erwartungswert und Varianz berechnen.

i)  Er/Sie kann die Binomialverteilung und Normalverteilung (ohne Stetigkeitskorrektur) in Beispielen anwenden.

Allgemeine Hinweise:

Die Rechengänge sind folgerichtig und nachvollziehbar zu dokumentieren.

Keine Auslackungen vornehmen sondern ordnungsgemäß durchstreichen! 

Es dürfen keine Taschenrechner mit Computeralgebrasystem verwendet werden. Bei grafikfähigen Taschenrechnern dürfen keine eigenen Programme verwendet werden.

Anforderungen Deutsch